Film und Medizin im Frühjahr 2025

 

 

Programm-Flyer Film und Medizin 2025


20.03.2025 "Das Leben neu denken" (2023) – Thema: Pankreaskarzinom & Cancer Survivors

Ein Dokumentarfilm mit Pankreaskrebs-Survivor Martin Inderbitzin, Regie: Sören Senn, Produzent: Beat Lenherr

Filmkritischer Input: Brigitte Häring (Fachredaktion Film, SRF)
Medizinischer Input: Dr. Benjamin Thiele (Onkologie, Universitätsspital Basel)
Psychoonkologischer Input: Sabrina Elia (Onkologie & Psychosomatik, Universitätsspital Basel)
Moderation: Prof. Rainer Schäfert & Franziska Weeren (Psychosomatik, Universitätsspital Basel)
Trailer zum Film: hier.

"Das Leben neu denken" erzählt die persönliche Geschichte von Martin Inderbitzin, der im Jahr 2012 mit 32 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankte – Prognose: 5% Überlebenschance. Der Film beleuchtet, wie Martin Inderbitzin gelernt hat, sein Leben trotz und mit dieser Erkrankung seit über 10 Jahren zu leben und zu gestalten. Mit einem außergewöhnlichen Experiment stellt der Neurowissenschaftler die Welt auf den Kopf und untersucht, wie unser Gehirn lernen kann umzudenken und Perspektiven zu wechseln. Der Film zeigt auf eindrückliche Art und Weise, wie wir lernen können, mit schwierigen Lebenssituationen umzugehen, ohne dabei die eigenen Emotionen zu verdrängen oder in Klischees zu verfallen.

Mehr zu Martin Inderbitzin hier und zu seiner gemeinnützigen Organisation "MySurvivalStory.org", eine Sammlung persönlicher und mutmachender Geschichten von Krebsbetroffenen weltweit hier.

Plakat "Das Leben neu denken"

03.04.2025 "Sage-Homme" (2023) - Thema: Geburtshilfe als interprofessionelle Aufgabe

Ein Film von Jennifer Devoldère

Filmwissenschaftlicher Input: Prof. Ute Holl (Seminar für Medienwissenschaft, Universität Basel)
Hebammenkundlicher Input: Audrey Buonumano & Sabrina Herde (Hebammen, Frauenklinik, Universitätsspital Basel)
Gynäkologischer Input: Prof. Beatrice Mosimann (Chefärztin Geburtshilfe und Pränatalmedizin, Frauenklinik, Universitätsspital Basel)
Moderation: Prof. Alexander Kiss & Franziska Weeren (Psychosomatik, Universitätsspital Basel)

Der 19-jährige Leopold fällt bei der Aufnahmeprüfung zum Medizinstudium durch. Er beschliesst, in die Hebammenschule zu gehen und die Wahrheit vor seinem Umfeld zu verbergen, um später wieder in die Medizin quereinzusteigen. Während er sich ohne Überzeugung auf dieses ausschliesslich weibliche Milieu einlässt, verändert die Begegnung mit Nathalie, einer erfahrenen Hebamme mit leidenschaftlichem Charakter, seinen Blick auf diese faszinierende Welt und erschüttert seine Gewissheiten.


10.04.2025 "Wie die anderen" (2015) – Thema: Stationsalltag und Patient*innen einer Kinder- und Jugendpsychiatrie

Ein Dokumentarfilm von Constantin Wulff

Filmwissenschaftlicher Input: Dr. Emanuel Welinder (Seminar für Medienwissenschaft, Universität Basel)
Medizinischer Input: Prof. Alain di Gallo (Kinder- und Jugendpsychiatrie, Universitäts-Kinderspital beider Basel (UKBB); Klinik für Kinder und Jugendliche, Universitäre Psychiatrische Kliniken (UPK) Basel)
Moderation: Prof. Rainer Schäfert & Franziska Weeren (Psychosomatik, Universitätssptial Basel)

Der Kinodokumentarfilm WIE DIE ANDEREN portraitiert den Arbeitsalltag der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Tulln als permanenten Balanceakt zwischen Behutsamkeit und Druck, Routine und Improvisation. Prägnante Beobachtungen im Direct Cinema-Modus verdichten sich zur berührenden, beunruhigenden Befragung einer Institution und ihrer gesellschaftlichen Funktion: Welche Hilfe kann die Klinik in der kurzen Zeit leisten, bis die Kinder und Jugendlichen wieder in ihren Alltag zurückkehren? Der Kinodokumentarfilm WIE DIE ANDEREN setzt diffusen Psychiatrieängsten einen präzisen Beobachterblick entgegen.
Über eineinhalb Jahre hat Regisseur Constantin Wulff den Alltag der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie im niederösterreichischen Landesklinikum in Tulln verfolgt. Sein unsentimental einfühlender Film zeigt institutionelle Arbeit: zwischen Regelwerk und Improvisation. Wie wir kann auch das Abteilungspersonal die Kinder und Jugendlichen nur ein kurzes Stück begleiten, bevor sie wieder in ihren Alltag zurückkehren.

Mehr Informationen hier.